Jürgen Durner

Im Auge des Spiegels

reichsstraße 1
38300 wolfenbüttel
mi. bis fr. 16–18 uhr
sa. und so. 11–13 uhr

Jürgen Durner
Wasserhaus
2017, Öl auf Leinwand, 120 × 120 cm. Foto: Friedhelm Hoffmann

Das Fenster, insbesondere die Fensterscheibe, das Glas zwischen Innen- und Außenraum steht als vielschichtiges Moment der Wahrnehmung im Zentrum des Werkes von Jürgen Durner. Die Glasscheibe, die den Blick in einen anderen Raum freigibt oder aber verspiegelt, die Bilder der Verschränkung und Schichtungen der Raumebenen, des virtuellen Übergangs vom Einen ins Andere wirken wie eine Verschmelzung der Räume durch eine Art Gleichzeitigkeit des Schauens. Die komplexen Spiegelbilder des in Berlin lebenden, 1964 geborenen Malers mit ihrer bewussten Diffusität kommunizieren mit den großen alten Glasfenstern des Kunstvereins und erweitern sich in die hinteren Räume. Jürgen Durner, der im Kunstverein auch jüngst entstandene städtisch-architektonische Nachtbilder zeigt, hinterfragt zugleich gegenwärtig sein Lebensthema: Genügt nicht die direkte Sicht auf die Gegenstände ohne den Filter einer Spiegelung?

Eröffnung
Sonntag, 23. September 2018, 11:30 Uhr

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