Frenzy Höhne

MEHRWERT

reichsstraße 1
38300 wolfenbüttel
mi. bis fr. 16–18 uhr
sa. und so. 11–13 uhr

Frenzy Höhne, VG Bild-Kunst Bonn 2017
Es ist angerichtet
Installationsansicht STØRPUNKT Galerie für Gegenwartskunst, München

Die Werke der Leipziger Künstlerin Frenzy Höhne (*1975) verweisen humorvoll auf das Spiel mit den Bedeutungen von den uns im Alltag begegnenden Glücksversprechen innerhalb einer konsumorientierten Warenwelt und einem richtigen Leben im Falschen. In ihren vielfältigen multiformalen Werken, die sich zwischen raumgreifenden Skulpturen, Performances, audioinstallativen Arbeiten, fotografischen und grafischen Bildebenen bewegen, formuliert sie einen ironischen Blick auf moralisierende historische als auch zeitgenössische Narrative. In ihren Arbeiten geht es um den Menschen in seinem singulären Dasein, um das Scheitern zwischenmenschlicher Beziehungen, um eine Ambivalenz vom Schützen und Beschützen, um ein Geben und Nehmen. Die Künstlerin thematisiert die Rebellion des vermeintlich Unterdrückten. Betrachtende ihrer Arbeiten finden sich immer wieder in Situationen, die scheinbar Erlösung versprechen oder einen möglichen Ausweg verheißungsvoll in Aussicht stellen. Moralisierende Weisheiten und romantische Märchen werden zu Geschichten über Ermächtigungsprozesse, in denen es sich darum dreht, eigene Ängste und Sorgen zu überwinden, sich auf einen Kampf mit seinem moralischen Selbst einzulassen und das Befremdliche im Alltäglichen zu suchen.

Frenzy Höhne (geb. 1975, lebt und arbeitet in Leipzig) studierte zunächst von 1997 bis 1998 Philosophie an der Leibniz Universität Hannover und wechselte dann an die Hochschule für bildende Künste (HfbK) Hamburg für ein Studium der Freien Kunst, wo sie bis 2005 bei den Professoren Marie José Burki, Eran Schaerf und Bernhard J. Blume studierte. Danach vollendete sie 2010 bis 2012 als Meisterschülerin bei Prof. Alba D’Urbano an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig ihre künstlerische Ausbildung. 2019 zeigte der Frankfurter Kunstverein (Frankfurt/O) eine Einzelausstellung mit Arbeiten von Frenzy Höhne. Außerdem stellte sie auf der OSTRALE' Biennale unter dem Thema WOMANISM - Modes of Resistance and Repair im Rahmen einer Sonderausstellung im Goethe Institut Dresden aus, eine Ausstellung, die 2020 nach Nairobi und nach Kampala wandert. Ihre Arbeiten waren in der Ausstellung POINT OF NO RETURN - Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst im Museum der bildenden Künste im MdbK Leipzig zu sehen. 2018 zeigte sie u.a. im Kunstforum der GEDOK in Hamburg und im Forum für zeitgenössische Kunst in Berlin Arbeiten.

Termine im Rahmen der Ausstellung:
Finissage mit Künstlergespräch: Sonntag, 1. März, 11:30 Uhr:
Wolfgang Ullrich, Kulturwissenschaftler und Autor, im Gespräch mit Frenzy Höhne

Eröffnung
Sonntag, 19. Januar 2020, 11:30 Uhr

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