Hier finden Sie Einblicke in unsere Ausstellungen.

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MATEJ BOSNIĆ

Die folgenden Bilder sind aus der Ausstellung "Tracing Identities" des Künstlers Matej Bosnić, welche wir aufgrund der pandemiebedingten Schließung nicht für Besuchende zugänglich machen konnten.

Für alle Bilder gilt:
(c) Matej Bosnić: Tracing Identities (2020), mixed-media, Foto: Matej Bosnić

 

Wie vermittelt man eine Ausstellung, die niemand gesehen hat? Welche Erfahrungswerte können übertragen werden? Was sehen Sie? Welche Gedanken und Bilder tauchen bei Ihnen auf?

Sie können ihre Ideen auch gerne auf der Videoplattform als Kommentar hinterlassen oder schreiben uns eine E-Mail, die wir an den Künstler weiterleiten.

Diese Aufnahmen zeigen Einblicke in die Ausstellung "Tracing Identities" von Matej Bosnić.

Die dreiteilige Rauminstallation bezieht die Räumlichkeiten des Kunstvereins als auch den Tresorraum im Kulturhaus Prinzenpalais mit ein.

Im vorderen Raum des Kunstvereins war eine Bodenarbeit (Teichfolie, Metallgitter, Erde, Glas) zu sehen. Die farbig, marmoriert anmutenden Glasstücke waren in Form von Rosettenelementen angelegt.

In den beiden hinteren Räumen sind je zwei rollbare Metallgestelle aufgestellt gewesen, welche als Träger für Glasfragmente (kontrollierte Bruchstücke, Scherben) dienten, auf denen Fotoausschnitte mit verschiedenen Emulsionen auf das Glas übertragen wurden.

Der Weg zwischen den beiden hinteren Räumen war durch die Positionierung der Gestelle 'versperrt'. Stand man dem Türrahmen gegenüber und eine andere Person im anderen Raum, war eine deutliche Irritation zu spüren, da sich zunächst der Raum wie gespiegelt zeigte, der Türrahmen zum Spiegelrahmen wurde und dann doch das Gegenüber als 'nicht-Selbst', 'andere Person' wahrgenommen wurde.

Im Tresorraum installierte der Künstler zwei geloopte Super-8-Filme, deren Filmstreifen durch den Raum liefen. Zum Geräusch der Projektoren waren zusätzlich Klangelemente an dem im Tresorraum sich befindenden Metallregal angebracht. Die Bilder der Projektoren wurden an das Gewölbe des Tresorraums und dessen Wände und Tresorraumschränke geworfen, sodass hier ein diffuser Bildraum entstanden ist, der die Betrachtenden zwischen konkretem Fragment und abstraktem Dokument lässt.