Der Kunstverein Wolfenbüttel versteht sich als diskursiver Raum für experimentelle, freie künstlerische Prozesse. Wir sind ist nicht nur Ausstellungsraum, sondern auch Werkstatt und Experimentierfeld, in dem die in den Ausstellungen formulierten künstlerischen Inhalte durch eigene kreative Arbeit vermittelt werden. Neben unseren regelmäßig stattfindenden Künstlergesprächen laden wir während der Ausstellungen immer wieder zu ergänzenden Vorträgen, Lesungen und Filmvorführungen ein. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Führungen durch die Ausstellungen zu buchen. Dies kann im privaten Rahmen, z.B. zu einem Geburtstag oder als Erlebnisfeier für den Betrieb stattfinden. Über diese Formate der Erwachsenenbildung konzipieren wir für jede Ausstellung auch Workshops für Schulgruppen mit Kindern und Jugendlichen, welche grundsätzlich von den KünstlerInnen geleitet werden.

Gerne entwickeln wir auch für Sie und ihre Gruppe einen praktischen Workshop vor Ort. Anfragen bitte an: kontakt@kunstverein-wf.de

Die konkreten Veranstaltungen werden hier auf der Homepage, auf den Einladungskarten und in der Presse angekündigt. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

 

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JANA DOELL UND SILKE SCHWARZ

Die Künstlerinnen Jana Doell und Silke Schwarz konzipierten gemeinsam für ihre Dialogausstellung und asugehend von der titelgebenden Installation im Kunstverein einen Audiowalk.

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Hier finden Sie das Gespräch zwischen den Künstlerinnen Jana Doell und Silke Schwarz und der Kuratorin Marie DuPasquier.

Das Gespräch fand am 16.10. gegen 19 Uhr im Festsaal des Prinzenpalais statt.
Die anschließende Diskussion ist nicht veröffentlicht. Sie sind herzlich eingeladen auch in der Kommentarfunktion auf der Videoplattform Fragen oder Anregungen zu den Werken der Künstlerinnen zu stellen.

Aufnahme und Schnitt: Hüseyin Albayrak

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Hier erläutern die ausstellenden KünstlerInnen Jana Doell und Silke Schwarz und die Leitung des Kunstverein Wolfenbüttel Stine Hollmann Inhalte der Ausstellung "It’s all about you and me". Diese kurze Einführung wird ergänzt von einem Text von Frederiek Weda.

© Hüseyin Albayrak
"Schutzraum" (Ausschnitt) © Jana Doell, Musik by: Andreas Brunner und Viktor Crufer

NADINE FECHT

· Foto: © Stefan Stark

Aufgrund technischer Schwierigkeiten können wir Ihnen die Aufzeichnungen vom Künstlergespräch zwischen Ludwig Seyfarth und Nadine Fecht leider nicht zugänglich machen. Wir bitten die Unannehmlichkeit zu entschuldigen. Wir sind bemüht, Ihnen bald Auszüge aus dem Gespräch präsentieren zu können.

Hier können Sie einen Einblick in den künstlerischen Produktionsprozess Nadine Fechts von der Werkreihe EIGENTUM bekommen, welche sie für die Ausstellung EIGENTUM und SICHERHEIT im Kunstverein entwickelt hat und die in der Einführung von Jule Hillgärtner (weiter unten) erläutert wird.

Einführung von Jule Hillgärtner, Direktorin des Kunstverein Braunschweig, in die Ausstellung EIGENTUM und SICHERHEIT von Nadine Fecht, vom 23.08. bis 27.09. im Kunstverein Wolfenbüttel.

Dank an © Hüseyin Albayrak

· Foto: Dokumentation Produktionsprozess "Eigentum", 2020, Nadine Fecht

Wenn wir das blanke A4 Blatt als die Norm, den Durchschnitt des Erwarteten betrachten, müssen wir uns fragen, was es bedeutet Widerstand gegen genau diese Norm zu leisten? Bedeutet Widerstand die Zerstörung der glatten Oberfläche oder bedeutet es ein geheimes Verwehren dieser?

Im Rahmen der Ausstellung von Nadine Fecht "Eigentum und Sicherheit" leitet die Künstlerin Lucila Pacheco-Dehne einen offenen, generationsübergreifenden Workshop unter dem Thema Proving resistance - was bedeutet es, Widerstand zu leisten? Zeichnerisches und schriftliches Üben von Widerstand, zu dessen Teilnahme wir Sie herzlich einladen.

Dass Blatt wird getestet, geschliffen, zerknüllt, mit unsichtbarer Geheimtinte beschrieben und gezeichnet.  Formen sollen gefunden werden wie der Stereotyp DINA4 gebrochen werden kann und gemeinsam über Widerstand nachgedacht und diskutiert werden kann.

Wir bieten zwei Termine an:
Samstag, 19.09.2020, 13-15 Uhr oder Mittwoch, den 23.09.2020, 18-21 Uhr

Es gibt keine Altersbeschränkungen, die Teilnahme ist kostenlos.

Die Anzahl von Teilnehmenden ist begrenzt, wir bitten um verbindliche Anmeldungen bis zum 18.09. per E-Mail an lucila-pacheco@icloud.com

· Foto: © Hüseyin Albayrak

Unter diesem Link https://vimeo.com/436054510 können Sie eine kurze Einführung in die Ausstellung "Karl Schaper: mutatis mutandis" anschauen.

Zusammen mit der Kunstwissenschaftlerin Nina Lüllau konzipierte der Künstler und Kurator Jiun Roh eine Ausstellung über den bereits 2008 verstorbenen Künstler Karl Schaper, welcher in der Region Wolfenbüttel lebte, arbeitete und wirkte. Die Ausstellung fand im Rahmen des sogenannten Jubiläumsjahres "Karl Schaper 100" statt und war eingebettet in das Programm des (coronabedingt ausgefallenen) Lessingfestivals der Stadt Wolfenbüttel zum Thema Zeitenwende. Die Ausstellung brachte Fragen nach dem Umgang mit Erinnerungen auf und thematisierte die Zeitenwende in der Gedächtniskultur.
Ergänzend wurde ein Filmausschnitt "Karl Schaper - Eisenbahn nach Japan. Eine Entdeckungsreise in die Welt des Künstlers Karl Schaper" vom Filmemacher Manfred Bannenberg (http://manfred-bannenberg-filmproduktion.de/) gezeigt. Beide Projekte werden von der Die Braunschweigische Stiftung unterstützt, dessen stellvertretende Geschäftsstellenleiterin Susanne Schuberth im Video, zusammen mit Nina Lüllau die Ausstellung vorstellt.

Unser Dank gilt © Hüseyin Albayrak für das Video.

· Foto: Jiun Roh

Die Ausstellung Karl Schaper: mutatis mutandis des Künstlers Jiun Roh und der Kunstwissenschaftlerin Nina Lüllau, die anlässlich des Jubiläumsjahres Karl Schaper 100 im Kunstverein Wolfenbüttel am 29.05. geöffnet hat, beschäftigt sich mit den kollektiven Erinnerungen an den Künstler und hinterfragt, wie wir erinnern und ob wir nicht aktiv an dem erinnerten Nachlass des Künstlers beteiligt sind.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, laden wir herzlich zu einem 3-teiligen Leseworkshop ein. Es werden Texte von bekannten Kulturwissenschaftler und Philosophen wie Aleida Assmann, Derrida, Foucault etc. gelesen und zusammen unternehmen wir den Versuch, die Inhalte auf die laufende Ausstellung anzuwenden.


Termine:

Do., 18. Juni, Do., 2. Juli, 18:30 –21:30 Uhr, und So. (Finissage), 5. Juli, 11 –13 Uhr
Anmeldungen für einzelne Termine sind auch möglich. Pro Termin werden wir einen Kurztext gemeinsam lesen und diskutieren.

Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir Teilnehmerzahl beschränken und um Anmeldung bitten.
Wenn Ihr Interesse an dieser intellektuellen Reise in die Archivtheorie habt, meldet Euch bitte unter kontakt@kunstverein-wf.de an. Auch bei Rückfragen stehen wir unter dieser E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Aufnahme vom 16. Mai (Bildschirmfoto). Bitte klicken Sie zur Ansicht des Videos auf den untenstehenden Link. · Foto: Kunstverein Wolfenbüttel

Normalerweise findet bei uns im Kunstverein Wolfenbüttel immer zum Abschluss jeder Ausstellung ein Gespräch zwischen den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern und einem ausgewählten Gegenüber statt.
Da Max Freund aufgrund des grassierenden Virus nicht aus Wien anreisen konnte, um ein Gespräch mit Dr. Ulrich Loock, Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher und Autor, zu führen, haben wir uns entschieden, dieses Format ein wenig abzuändern.
Statt des Künstlers hat die Leiterin des Kunstvereins, Stine Hollmann, mit Herrn Dr. Loock über die Arbeiten von Max Freund, über die Ausstellung und über kuratorischeTätigkeiten und Aufgaben gesprochen.
Wir möchten Ihnen dieses Gespräch nun über folgenden Videolink zur Verfügung stellen:

https://vimeo.com/419367691

· Foto: Stine Hollmann

Vier einfache Schritte zum eigenen Zine:

1. Man benötigt Papier* und alles was man zur Ausgestaltung nutzen möchte.
(*in einem Format, aus dem sich pro Blatt zwei Zineseiten ergeben. Beispielsweise ergibt eine DinA4 Seite einmal mittig gefaltet, dann ein Zine-Seitenformat von DinA5, da alle gestalteten Seiten aufeinandergelegt in der Mitte zusammen getackert werden, ist die erste Hälfte des ersten Blattes die erste und die zweite, rechte Hälfte, die letzte Seite, das zweite Blatt die zweite und die vorletzte Seite usw.)

Sicher hilfreich sind Stifte, Schere, Kleber und wichtiger - Reißzwecken, um das Zine am Schluss zu binden. (Fachjargon: auszuschießen)

2. Konzeption: Wie viele Seiten soll das Zine haben? Wie gehe ich mit meinen Seiten um?

Eventuell erste Notizen oder Skizzen.

3. Produktion: Inhalte Recherchieren, Bilder suchen, alte Fotoalben durchwühlen, Fotos machen, Skizzieren, Malen, illustrieren – Was liegt mir am meisten? Wie drücke ich mich aus?

4. Drucken: Wenn ich mein Zine vervielfältigen möchte, drucke ich auf einem Duplexdrucker, einem Drucker der beidseitig druckt. Dann kann ausgeschossen werden! Alle Seiten werden in ihren Mitten zusammengetackert – et voila ein traditionelles Zine!

Fotos aus dem Arbeitsprozess oder das fertige Werk teilen wir gerne hier auf der KV WF-Seite!

Alle diejenigen die uns Fotos von ihren Zines zu schicken erhalten von uns ein Zine aus der aktuellen Ausstellung Pepsi Therapie von Max Freund! (sofern ihr uns eure Adresse mitteilt. Diese bitte mit Fotos/Film vom Zine an kontakt@kunstverein-wf.de)

Dem kreativen Arbeiten ist dabei keinerlei Grenze gesetzt. Man kann seinen eigenen Comic zeichnen, eine Kurzgeschichte ausformulieren, ein Moodboard erstellen, eine Informationslektüre gestalten, Fotos miteinander in Beziehung setzen – oder alles auf einmal.

Wenn die Seiten des Zine dann gestaltet sind, kann man sich überlegen das Werk für wenige Cents im Copyshop oder mit dem heimischen Drucker zu vervielfältigen, um Freunden und Verwandten eine Freude zu machen, oder es beim örtlichen Bäcker auszulegen.

Vielleicht ist die Zeit reif uns wieder mehr auf analoge Kommunikation zu besinnen?

 

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Außerdem schicken wir - gerne auch gegen eine kleine Spende - allen ein Zine nach Hause, die sich keines basteln möchten aber trotzdem in den Genuss eines Artefaktes einer vergangenen Zeit kommen möchte oder noch ein Ostergeschenk brauchen.
In diesem Fall schreibt uns bitte eine E-Mail an: kontakt@kunstverein-wf.de - wir finden dann unkomplizierte Distributionswege.

Unter soybot.bigcartel.com könnt ihr außerdem andere Arbeiten von Freund und anderen Künstlern sehen, oder Inspiration für euer eigenes Zine sammeln!

Viel Freude beim Illustrieren, Lesen, Blättern oder Verschenken